175 Millionen Übernachtungen – Deutschland steuert auf ein Tourismusrekordjahr zu
Das ist eine Zahl, die sich sehen lassen kann: Von Januar bis Mai 2026 haben die Beherbergungsbetriebe in Deutschland insgesamt 175,1 Millionen Übernachtungen verbucht – ein neuer Rekordwert für diesen Zeitraum. Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die Zahlen am 10. Juli veröffentlicht, und sie sind ein echtes Aufstellungssignal für alle, die in Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel tätig sind.
3,8 % mehr Übernachtungen im Mai – die Deutschen reisen
Im Mai 2026 verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland 49,2 Millionen Übernachtungen – 3,8 % mehr als im Vorjahresmonat. Besonders stark legten die Inlandsgäste zu: Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im Mai 2026 um 4,6 % auf 41,7 Millionen.
Das bedeutet konkret: Die Deutschen machen Urlaub – und zwar zunehmend im eigenen Land. Das ist eine wunderbare Nachricht für alle Betriebe, die von einheimischen Reisenden profitieren. Vom kleinen Gasthof in der Eifel über das Stadthotel in Hamburg bis zum Boutique-Hotel in Bayern – wer im Sommer 2026 gut aufgestellt ist, spürt das direkt in der Kasse.
Neuer Rekord für Januar bis Mai – die Zahlen sprechen für sich
Im Zeitraum Januar bis Mai 2026 konnten die Beherbergungsbetriebe insgesamt 175,1 Millionen Übernachtungen verbuchen – 1,3 % höher als im Vorjahreszeitraum und 0,4 % über dem bisherigen Rekordwert von 174,4 Millionen Übernachtungen aus dem Jahr 2024.
Ein Rekord ist ein Rekord – auch wenn der Abstand zum alten Höchstwert gering erscheint. Was zählt: Die Richtung stimmt. Und das mitten in einem Sommer, der durch die Fußball-WM in Nordamerika, eine starke Reiselust der Deutschen und günstige Rahmenbedingungen geprägt ist.
Ein starkes Signal – mit einem ehrlichen Blick dahinter
Der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes (DTV), Reinhard Meyer, bringt es gut auf den Punkt: Die Rekordzahlen seien ein starkes Signal für die Attraktivität des Reiselandes Deutschland – sie dürften aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Betriebe unter enormem Druck stünden. Steigende Kosten, Personalmangel und ein wachsender Investitionsstau belasteten die Branche erheblich.
Das ist eine ehrliche Einschätzung, die wir teilen. Die guten Zahlen kommen nicht von alleine – sie sind das Ergebnis harter Arbeit der Betriebe, die trotz aller Herausforderungen jeden Tag ihr Bestes geben. Und genau das verdient Anerkennung.