Warum Black Friday 2025 in Deutschland anders läuft
Der Black Friday ist allgegenwärtig — jedes Jahr, wenn sich der November seinem Ende nähert, starten Händler mit großen Rabattwochen. Doch eine neue Studie zeigt: Die ursprüngliche Schnäppchenlust der Deutschen schwächt sich deutlich ab — und der Rabattboom steht vor einer kleinen Realitätsschock.
🛒 Nur 13 % planen sicher mit
Laut der aktuellen Befragung des YouGov in Kooperation mit dem SINUS-Institut geben nur 13 % der Deutschen an, dieses Jahr sicher am Black Friday einen Kauf zu tätigen.
Im Umkehrschluss bedeutet das: 87 % bleiben skeptisch — sie planen vielleicht, sind unschlüssig oder lehnen Black Friday ganz ab. Bei vielen überwiegen Unsicherheit, fehlender Bedarf und Misstrauen gegenüber überzogenen Rabattversprechen.
🧠 Konsumkritik und Nachhaltigkeitsgedanken gewinnen
Interessant: Zwar kennen 98 % der Deutschen den Aktionstag, doch rund 68 % sehen im Black Friday einen Treiber für Überkonsum und Umweltbelastung.
Damit sinkt nicht nur das Kaufinteresse — es wächst auch das Bewusstsein dafür, dass Rabatt-Schlachten auch ihre Schattenseiten haben.
Damit zeigt sich ein klarer Trend: Der Black Friday verliert für viele seinen Mythos vom Schnäppchen-Paradies und mutiert zu einem Symbol für überhitzten Konsum, bei dem echte Ersparnisse und nachhaltiger Nutzen immer öfter hinter Marketingversprechen verschwinden.
Was das für Händler und Verbraucher bedeutet
Für Händler – besonders im Online- und B2B-Bereich – heißt das: Rabattaktionen werden nicht mehr automatisch mit Kaufgedanken honoriert. Transparenz, echte Preisstaffeln und faire Konditionen gewinnen an Bedeutung. Für Verbraucher wiederum heißt es: Preise vergleichen, Bedarf prüfen — und nicht jedem Angebot blind vertrauen.
Und wer bewusst einkauft, tut nicht nur seinem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt einen Gefallen.